Am 16. April 2026 trafen sich 15 lehrer nrw-Senioren und -Seniorinnen zu einem Besuch des Melatenfriedhofs in Köln.
Ruhestätten u. a. für Prominente und Karnevalisten
lehrernrw Seniorinnen und Senioren trafen sich am 16. April 2026 zu einer Exkursion auf dem Melatenfriedhof in Köln. Um 10:30 Uhr begann die Führung mit einem kurzen Einführungsvortrag über die Geschichte und die Namensgebung des Friedhofes.
Am 29.06.1810 wurde das Areal auf Grund eines Dekretes von Napoleon aus dem Jahr 1804 offiziell als Zentralfriedhof („Gottesacker der Stadt Köln“) eröffnet. Die Inschrift über dem Portal des Haupteinganges „Funeribus Agrippinensium Saca Locus“ (Für die Leichen Kölns heilige Stätte) weist die Besucher darauf hin. Der Name des Friedhofes leitet sich vom ehemaligen Leprosenhaus (Siechenhof) „Maladen“ ab, das seit dem 12. Jahrhundert auf dem Gelände stand. „Malade“ stammt vom französischen Wort malade (krank) ab und bezeichnet die dort lebenden Aussätzigen.
Während des Rundgangs über den 43,5 ha großen, parkähnlich gestalteten Friedhof begleitete uns Heinz Kampermann, der uns im vergangenen Jahr auch durch die Kölner Altstadt geführt hatte. Auf seine humorvolle Weise machte er uns aufmerksam auf die opulenten Grabmale bekannter Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kölner Karnevalsgeschichte. Hierzu gehören u. a. die Ruhestätten von Guido Westerwelle, Familie Waffenschmidt (Saturn), Wilhelm Deichmann (Deutsche Bank), Dirk Bach, Willi Millowitsch, Marie Luise Nikuta, Willi Ostermann und von vielen anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
Mit kleinen Anekdoten – manchmal gewürzt mit kurzen Musikeinlagen – brachte Heinz Kampermann den Zuhörerinnen und Zuhörern auf anrührende Weise das Leben und Wirken der Verstorbenen näher. In den vielen humorvollen aber auch melancholischen Beiträgen vermittelte er, dass der Friedhof nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch der lebendigen Erinnerungen ist, in dem auch Platz für Heiterkeit und Lebensfreude herrscht.
Nach zwei Stunden, die wie im Fluge vergingen, machte sich die Gruppe mit der Straßenbahn auf zur Traditionsgaststätte Bei d`r Tant in der Innenstadt. In einem eigens vorgebuchten Raum im Obergeschoss tauschte sich die Gruppe bei traditioneller Kölner Küche und Getränken über das Erlebte aus und äußerte Anregungen und Wünsche zu weiteren Exkursionen.
Monika Holder
Fotos: lehrer nrw Senioren









